Mgr Ravel : Denn Gott ist frei…. - Carrefours.alsace

und er hat nicht darauf verzichtet, die Initiative zu ergreifen, auf „seine“ Weise und zu „seiner“ Stunde („Frau, was willst du von mir? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ schleudert er seiner Mutter entgegen, als sie ihn in Kana anredet.) trotz unserer Erwartungen und unserer Ungeduld.

Denn er missbraucht seine Freiheit nicht, um uns zu bestrafen, sondern um uns größer zu machen.

Denn seine Freiheit ist das Fundament unserer Freiheit: „Seien wir frei, wie der Herr frei ist“, könnten wir schreiben, indem wir uns die Äußerungen Jesu zum Vorbild nehmen, indem wir betrachten, wie er sein ganzes Leben lang bis zum Tode frei war: „Niemand nimmt mir mein Leben, ich aber gebe es aus freiem Willen hin.“ (Joh 10,18);

Denn ohne ihn können wir trotz guter Absichten nichts tun; Siehe, es kommt die Zeit der Gnade.

Mgr Luc Ravel / Archevêque de Strasbourg

Aus all diesen Gründen brauchen wir das große Jubiläum der Hl. Odilie, das vor allem (und vielleicht nur) eine Zeit der Gnade sein soll! Lassen wir den Gedanken an eine Zeit der menschlichen Vorbereitung und der Ansammlung von Vorhaben, um eine Zukunft vor oder an der Seite Gottes aufzubauen, bei Seite. Alles ist vorbereitet, damit es vor allem (und vielleicht ausschließlich) eine Zeit ist, die Gott überlassen wird, damit er es in die Hand nimmt.

Jetzt wird Gott segnen, so wie er selbst es verspricht: „Gebt Acht, ob das Saatkorn weiterhin im Speicher bleibt und ob Weinstock und Feigenbaum, Granatbaum und Ölbaum immer noch keine Frucht tragen. Von heute an spende ich Segen.“ (Haggai 2,18-19)

Wohl bemerkt, das Jubiläum stellt sich als Jahrestag dar, der uns durch den Kalender vorgeschrieben ist, das 1300. Todesjahr von Odilie. Aber in Wirklichkeit wird alles von Gott vom Anfang bis zum Ende bestimmt, denn er ist der Herr der Zeit. Er hat sie geschaffen, er schafft sie unaufhörlich, so dass unsere Jahrestage zu den Quellen zurückführen. Unsere religiösen Feste richten sich gänzlich nach diesem Prinzip. Gott ist nicht von der Zeit abhängig, sondern die Zeit ist in Gottes Händen.

Er ist es, der ruft: Komm zurück!
Er ist es, der erfüllt: Ich werde meinen Geist senden!
Er ist es, der erfreut: Teile meine Freude, die die Engel und die Heiligen bereits preisen

Um es mit einem Wort zu sagen: Es ist die Gnadenzeit, in der alles durch seine Hingabe wieder beginnt. Die Neuevangelisierung im Elsass wie andernorts wird nicht ein Projekt des Erzbischofs sein, der eine Rückeroberung der verlorenen Gebiete der Kirche plant. Alle unsere Seelsorgeprogramme der nächsten Jahre werden in der Hand Gottes sein: Wir werden sie nicht erfinden, wir werden sie von ihm erhalten. Und wir werden seine „Methode“ annehmen, die schon auf Abraham zutraf: Berufen ohne Erklärungen, aber nicht ohne Verheißungen. So kommt die Kraft im Glauben zurück.

+Luc Ravel, Erzbischof von Straßburg


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