jeudi 12 décembre 2019
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AccueilParole LibreBillets de Mgr Ravel (allemand)Luc Ravel : Drei Überlegungen zur Mission der Kirche

Luc Ravel : Drei Überlegungen zur Mission der Kirche

Man hört immer mehr Aufrufe zur Mission. Manchmal sind dies heftige Ermahnungen um die Ängste vor einer Evangelisierung auf der Straβe oder von Haus zu Haus zu überwinden. In anderen Fällen sind dies Ansprachen, die stärker aufgebaut sind, ausgehend von Worten Gottes, im Besonderen von diesem wunderbaren Buch, das über die ersten Schritte der Kirche nach der Himmelfahrt Christi berichtet, die Apostelgeschichte. Sie wieder zu lesen ist notwendig, sosehr fasst sie unseren Weg im 21.Jahrhundert zusammen, den Weg des Evangeliums im Rhythmus

des Heiligen Geistes.

Diese Vervielfältigung der Wortmeldungen zur Mission der Kirche ruft drei Überlegungen-

hervor.

Die erste betrifft die tatsächliche Auswirkung dieser Aufrufe: nichts und niemand setzt sich wirklich in Marsch, wenn das Herz im Innersten nicht schon früher von dieser Ansprache berührt wurde. Am Ende unserer schönen Ermahnung stimmen die Leute zu, tauschen sich unter sich über die Wahrheit der gesagten Worte aus, gehen ihres Weges voller Ideen und lassen sich von neuem durch das alltägliche Leben absorbieren, das wenige Anlässe bietet über Gott zu sprechen. Wir müssen etwas Bescheidenheit wiedergewinnen: Unsere Aufrufe sind nur Entwickler oder Anzeiger dessen was Gott schon früher in die Herzen der Zuhörer gelegt hat. Er ist es, der diesen innersten Druck erzeugt, der zum  Überflieβen führt, der bewirkt, dass man nicht für sich das Licht des Glaubens, die Energie der Hoffnung und die Wärme der Nächstenliebe behält

Die zweite Überlegung betrifft den Aspekt der Gemeinschaft: Das ist die Kirche, die gegliederte Kirche mit den Aposteln, die die Mission trägt. Es ist sicherlich nicht verboten persönliche Initiativen in Wort und Tat zu unternehmen. Das ist sogar unbedingt erforderlich wenn sich zum Beispiel die Gelegenheit ergibt Zeugnis abzulegen. Aber letzten Endes empfangen wir gemeinsam den Heiligen Geist, der zu jedem spricht, um ihn auf den Wegen der persönlichen Mission zu führen. Von da wird eine Frage geboren, die für alle Geltung hat: In welcher Gemeinschaft oder Bruderschaft bin ich verwurzelt um die Mission der Kirche weiterzutragen? Welche lebendige Spiritualität, welche gemeinschaftliche Wiederlesung, welches gemeinsame Gebet, welcher Ort der Freundschaft unterstützen mich?

Die Dritte Überlegung zielt auf die Ausdehnung der Mission. Eine deutliche Verkündigung des Glaubens zu vernachlässigen im Namen einer Kirche des stillen Zeugnisses wäre verhängnisvoll für die Mission. Aber die Mission der Kirche nur auf diese Verkündigung zu beschränken indem man die anderen Dimensionen vergisst wäre genauso gefährlich.

Die Mission der Kirche schlieβt die Hilfe für die Ärmsten, die uns mit ihrer Armut  bereichern, die Feier der göttlichen Geheimnisse, die das Natürliche in Übernatürliches verwandeln etc. mit ein. Um es anders zu sagen: Für jeden gibt es eine Aufgabe in der Mission, die eingeschlossen, die vor der Verkündigung des Wortes Angst haben. Das ist kein Prinzip von Gleichheit, die Ursprung dieser Aufgabe ist, sondern ein göttliches Geschenk, das wir, „Charisma“ nennen.

Lasst es uns in uns entdecken!

+Luc Ravel,
Erzbischof von Strassburg

 

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