jeudi 12 décembre 2019
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AccueilParole LibreBillets de Mgr Ravel (allemand)Luc Ravel : Das Priesterseminar und die Frauen

Luc Ravel : Das Priesterseminar und die Frauen

Wortwörtliche Wiedergabe einer Unterhaltung mit einer Cousine, der ich die Frage stellte: Was denkst du über unsere Priesterseminare?

Es gibt keine Gleichstellung im Seminar. Aber Maria ist zu 100% gegenwärtig.

Jeder Seminarist sollte eine Patin haben, mit der er einen Gedankenaustausch hat. Welche Sicht von der Welt der Frauen für einen jungen Mann, allein gelassen von seinen Kameradinnen sobald er seinen Eintritt ins Seminar ankündigt?

Auf diese Weise würde er das weibliche Geschlecht nicht abtun und eine wirklichkeitsnähere Verbindung leben als das: „Ich bete für alle Frauen“. Es sollte eine „verantwortungsvolle“ Frau sein aber nicht notwendigerweise in fortgeschrittenem Alter: weder eine Frau im Ruhestand noch eine Nonne“.

Ihren Vorstellungen habe ich nichts hinzuzufügen. Wenn ich sie berichte, im Vorübergehen aufgenommen, so tue ich das, weil sie für die Neugestaltung der Priesterausbildung nützlich sein könnten. Die Überlegungen unserer Bischöfe und unserer Verantwortlichen dürfen keine Einbahnstraße sein, die das was die Gläubigen denken und glauben ausschließt. Ja die Frage nach dem Platz der Frau in der Kirche ist in den Köpfen vieler sehr gläubiger Menschen gegenwärtig.

Zweifelsohne verbleiben einige in dieser Frage noch in dem modernen Mythos der „Gleichheit“ in allem, außer für die Ehepaare, wohlgemerkt. Man hat sie überredet, dass die einzige Art die Gleichheit (ein zutiefst christlicher Wert) zu leben, die Gleichförmigkeit sei. Um es philosophisch auszudrücken: Die Idee der Gleichwertigkeit in den Funktionen hat den Gedanken der Gleichheit an Würde ersetzt. Jede(r) muss alles auf die gleiche Weise tun können. Wenn ich all die Unterschiede, die durch unsere unterschiedlichen Naturen und unsere unterschiedlichen Lebenswege bedingt sind, sehe, so wünsche ich ihnen viel Mut. Die Gerechtigkeit findet sich nicht in der Illusion sondern in einer wirklichkeitsbezogenen gemeinsamen Arbeit mit dem Ziel einer gleichen Wertschätzung und dem gleichen Respekt gegenüber jedem Menschen. Der Respekt besteht nicht in einer ironisch übertriebenen Höflichkeit sondern in einer Einstellung, die es dem Anderen erlaubt, all das einzusetzen, was er mit seiner Geschichte und mit seinen Fähigkeiten ist. „Person, werde zu dem, der du bist!“ Das ist unsere Formulierung der Gleichheit.

Die Beseitigung unserer Unterschiede ist folglich nicht unser Ziel, besonders wenn diese von Gott gewollt sind. Von da aus kann man wirklich mit Gelassenheit die Frage nach der Stellung der Frau in der Kirche stellen.

Zum Beispiel ihr Platz in der Ausbildung unserer Priester, im Priesterseminar. Dieses ist die Schmiede, aus der alle, die ihr ganzes Leben einsetzen um Priester zu werden, hervorgehen. Beten wir dafür, dass sie es auch noch in der Stunde ihres Todes sind.

Meine Cousine fügte zu diesem Thema noch folgendes hinzu: „Einrichtung eines Pflichtdienstes währenddessen du zum anderen Ende der Welt aufbrichst: Die Seminaristen würden zu zweit oder dritt, nur mit einem Gürtel um die Hüfte aufbrechen; Sie würden, wie es in der Heiligen Schrift steht in den Familien aufgenommen. Wenn Jesus davon spricht, so ist es auch heute noch gültig. Warum tun sie es nicht?

Aber das ist eine andere Frage …

+ Luc Ravel, Erzbischof von Strassburg

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