jeudi 12 décembre 2019
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AccueilParole LibreBillets de Mgr Ravel (allemand)Luc Ravel : Lasst uns auf dem Berg feiern!

Luc Ravel : Lasst uns auf dem Berg feiern!

Man legt keine zwanzig Kilometer im Elsass zurück, ohne auf einen Wallfahrtsort zu stoßen.

Unsere elsässische Erde ist übersät von Kapellen, Kirchen und Heiligtümern, wo Gott sich seinem geliebten Volk, das zu Ihm als demütiger Pilger kommt, zeigt. Dieser von Jahrhunderten und göttlicher Güte ererbte Zustand wird in immer stärkerer Weise den Aufgabenbereich der Diözese prägen.und zwar so stark wie nötig, damit wir diese Stätten nicht vernachlässigen! Im Gegenteil, sie werden ihre einstige Ausstrahlung wiederfinden.

Orte der Gnaden

In der Tat glaube ich an diese Orte, an denen Gott besondere Gnaden erweist. Zu diesen Orten streben Pilger, die sich ihrer Bedeutung und ihrer Anfälligkeit bewusst sind. Wie Bettler erheischen sie Gnaden, die nur den Söhnen gewährt werden! Welche Kühnheit!

Es sind Menschen, die wissen, dass sie nicht die Kirche bauen. Sie glauben, lebende Steine zu sein, sicherlich, aber Steine, die Gott einander anpasst, um seine Kirche zu bauen. Sie weihen sich, ihr Leben wie ihre Gemeinde, der Jungfrau Maria, die man mit Recht so sehr hier im Elsass verehrt.

Wenn Papst Franziskus von Volksfrömmigkeit spricht, kommen mir unmittelbar die Wallfahrten in den Sinn, denn sie bringen die Menschen nicht aufgrund einer Altersgruppe oder einer sozialen oder intellektuellen Schicht zusammen, sondern Menschen, die allesamt vermutlich eine Kleinigkeit eint : nämlich das Gefühl, Bittsteller zu sein, dringend der Gnade Gottes zu bedürfen. Kurz gesagt, hier drängen sich die Armen, die Armen Gottes als Bittsteller. Weit entfernt davon, unsere Freiheit zu mindern oder zu beeinträchtigen, begeistert uns diese neu erlangte Demut vor Gott, dem Herrn.

Unter all diesen Wallfahrten nenne ich rasch die bekannteste: die zum Odilienberg, aber ich werde noch darauf zurückkommen. Jeder Elsässer hat dort einen Teil seines Herzens gelassen.

Jeder Fremde fühlt sich diesem Ort seelisch ein bisschen verbunden, so sehr schlägt er ihn in seinen Bann.

Im Jahr 2020 gedenkt der Odilienberg nun des Todes der heiligen Odilia, der Patronin des Elsass und aller Elsässer der Welt, vor 1300 Jahren.  Die Diözese wird diesen Jahrestag als Jubiläumsjahr begehen.

Jubiläumsjahr: ein Wort, das den Älteren bekannt ist, die 2000 das große Jubiläum der Jahrtausendfeier erlebt haben, doch ein Wort, das die Jüngeren vielleicht nicht kennen. Was bedeutet es? Ganz einfach einen Augenblick der Gnade.

Von April bis Dezember 2020 wird der Odilienberg als Wallfahrtsort, der er schon ist, zum Jubiläumsort. Diesen Ort der Gnade verbinden wir mit einer Zeit der Gnade.

Wer in dieser Zeit dorthin pilgert, wird von Hingabe und Freude erfüllt sein.

Lasst uns also gemeinsam zum Odilienberg pilgern, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto, aber alle in göttlicher Freude!

+Luc Ravel,
Erzbischof von Strassburg

 

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