jeudi 12 décembre 2019
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AccueilParole LibreBillets de Mgr Ravel (allemand)Luc Ravel : Welche christlichen Hoffnungen für Europa?

Luc Ravel : Welche christlichen Hoffnungen für Europa?

Europa wird nicht nur durch seine Wurzeln sondern auch durch seine Leistungen christlich bleiben.

Es geht nicht mehr darum, über die Geschichte Europas und seine christlichen Wurzeln zu debattieren, die einerseits geschichtlich anerkannt sind und andererseits absichtlich seit den 80er Jahren ignoriert werden. Kurz gefasst, wenn man die Quelle des Gebirgsbaches nicht kennt, hindert dies nicht daran, sein Wasser zu trinken. Nicht zu wissen, wo sich die Quellen des Flusses befinden, verbietet nicht, auf ihm zu fahren. Wenn man dagegen nicht weiß, wo er hinführt, riskiert man viel. Das Schiff Europa dagegen schlingert nach allen Seiten und weiß nicht, wohin es fährt. Aber nur die Seeleute, die die Richtung kennen, verhindern dass das Schiff an den Riffen zerschellt.

Kaum vereint, fehlt es Europa an Sinngebung. 

Das ist sein großes Unglück. Es hat die ursprünglich gesetzten Ziele erreicht, das heißt den Frieden unter den europäischen Nationen herzustellen. Und seither bemüht es sich verbissen um wirtschaftliche Ziele, die einerseits mit den Krisen in der Welt im Widerspruch stehen und andererseits von noch nie dagewesenen Einwanderungswellen in Frage gestellt werden. Wenn es einen Ort und einen Moment gibt, um sich mit Schrecken zu äußern: „Man weiß nicht, wohin man geht, aber man geht.“ Dann ist das das Europa von heute. Doch die christlichen Kirchen auf die Zukunft konzentriert können Europa christliche Hoffnungen anbieten. Wenn ihnen das gelingt, wird der Wohlgeschmack der Früchte sich mit dem Saft der Wurzeln verbinden. Europa wird den großen Eifer seiner Gründung wiederfinden: den Schwung der Freiheit, den Respekt vor der menschlichen Person, die Transzendenz, die im Universum und in den Herzen eingeschrieben ist, die wunderbare Zusammenarbeit zwischen dem Menschen und dem Kosmos.

Welche christlichen Perspektiven können wir Europa bieten?

Unsere Päpste haben stets Europa in einer klaren Linie eingegliedert. Zitieren wir Papst Pius XII., der sich an den Europa-Kongress vom 13. Juni 1957 wandte: „Ihr wollt Europa, das so oft zerrissen und blutbefleckt war, einen dauerhaften Zusammenhalt durch die bestmöglichen Mittel verschaffen, die es ihm erlauben seinen historischen Auftrag fortzusetzen. Wenn es wahr ist, dass die christliche Botschaft für Europa wie das Ferment im Teig ist, das ihn treibt und ihm Form gibt, ist es nicht weniger wahr, dass dieselbe Botschaft Heute wie Gestern den kostbarsten aller Werte darstellt, deren Verwahrer sie ist; sie ist in der Lage, die Funktion der familiären und nationalen Gemeinschaften in ihrer Integrität und Stärke zu bewahren mit der Idee und der Umsetzung der Grundfreiheiten des Menschen und in einer supranationalen Gemeinschaft den Respekt der kulturellen Unterschiede, den Geist der Versöhnung und der Zusammenarbeit unter Annahme der Opfer, die das beinhaltet und der Hingabe, die das verlangt, zu garantieren. Die menschlichen Gesellschaften sind in ständiger Fortentwicklung. Jeder bringt das Christentum ein Element von Wachstum und Stabilität; vor allem steuert es ihr Voranschreiten zu einem wohl definierten Ziel und gibt ihnen die Sicherheit einer Heimat, die nicht von dieser Welt ist und die allein die vollkommene Einheit kennen wird, da sie allein aus der Kraft und dem Lichte Gottes hervorgeht.“ Das war vor sechzig Jahren. Wir werden keine Zeile daran ändern.

+Luc Ravel,
Erzbischof von Strassburg

 

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